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Im Februar 2009 wurde unsere Schule als 

"Mittelschule des Monats" 

ausgewählt und mit einem Beitrag auf dem Bildungsserver gewürdigt. 

Da der Text zu unserer Schule nur zeitlich begrenzt lesbar ist, finden Sie den Text nochmals untenstehend.

 

 
 

Mittelschule des Monats

Bild:

Mittelschule Niederwiesa

Im Dezember hat die Mittelschule Niederwiesa das Qualitätssiegel für Berufs- und Studienorientierung erhalten. Damit zeichnet das Sächsische Kultusministerium Schulen für ihr besonderes Engagement aus. In Niederwiesa geht die Initiative der Lehrer weit über das hinaus, was der Lehrplan vorsieht.

Die Eltern mit ins Boot holen

So stehen ab Klasse 8 Besuche in Unternehmen der Region auf dem Stundenplan, um hinter die Kulissen zu blicken und in den Arbeitsalltag reinzuschnuppern. Zu den traditionellen Ausbildungstagen an der Mittelschule Niederwiesa stellen sich zahlreiche Firmen und Institutionen vor. Dabei können sich die Schüler auf der Ausbildungsmesse umsehen, Fragen stellen und eigene Chancen ausloten. »Eine gute Berufsorientierung ist aber nur möglich, wenn man auch die Eltern mit ins Boot holt«, weiß Schulleiterin Ingrid Schwendel. Deshalb werden sie bei den zahlreichen Veranstaltungen immer mit einbezogen, können sich so über Möglichkeiten und Aussichten der Berufswahl ihrer Kinder informieren. Dieses besondere Engagement der Niederwiesaer Pädagogen kommt bei den Eltern natürlich gut an. Und das spricht sich herum: »Die Hälfte unserer Schüler kommt von außerhalb der Gemeinde Niederwiesa – das ist ein Zeichen für den Erfolg unseres Konzepts«, stellt die Schulleiterin fest.

Einmal pro Woche ist Teamstunde, die Schüler und Lehrer regelmäßig zur gemeinsamen Vor- und Nachbereitung von Berufspraktika nutzen. Für die Hauptschüler gibt es jedes Jahr im Februar eine Sonderprojektwoche, in der sie Betriebe in der Region besuchen und mit Unterstützung des Berufsvorbereitungsteams der Schule fleißig Bewerbungen schreiben. Nicht einfach so zur Übung – die Mappen gehen am Ende der Woche tatsächlich in die Post. »Wir haben zusammen mit unseren Partnerunternehmen sehr gute Möglichkeiten, die Schüler zu beraten und zu unterstützen«, so Ingrid Schwendel. »Das können die Eltern allein oftmals nicht in dem Maß leisten.«

Schülermitwirkung wird groß geschrieben

Auch das Thema Demokratie in der Schule wird in Niederwiesa groß geschrieben. So gibt es jedes Jahr eine Lehrer-Schüler-Eltern-Konferenz, um neue Ideen für den Unterricht zu entwickeln und konkrete Unterrichtsmethoden zu diskutieren. Über Regeln und Normen, die an der Schule gelten, verständigen sich alle Beteiligten gemeinsam. Die Schulleiterin weiß: »Je besser die Schüler schon im Vorfeld einer Entscheidung einbezogen werden, desto einfacher lassen sich die Dinge dann im Schulalltag umsetzen.« So haben Lehrer und Schüler gemeinsam das Projekt »Schulstation« ins Leben gerufen. Wenn ein Schüler im Unterricht stört oder einfach mal einen schlechten Tag hat, kann ihn der Lehrer zur Schulstation schicken. Dort nimmt sich ein Kollege Zeit, um auf die Probleme des Schülers einzugehen. Im Unterricht sei dies einfach nicht möglich, sagt Frau Schwendel, aber durch die Schulstation könne man den Kindern helfen, bevor sich ein ernsthaftes Problem entwickelt hat.
Eine wichtige Rolle an der Mittelschule Niederwiesa spielt auch der Schülerrat. So hat er ein eigenes Budget, um Projekte wie den Klassenzimmerwettbewerb zu organisieren und sogar kleine Preise auszuloben. Die Sieger können sich beispielsweise über einen Zuschuss für den nächsten Schulausflug freuen oder gemeinsam Pizza essen gehen.